BIEBRICHER BOOTSHAUS

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Wie so viele Sportarten erlebte das Rudern seine Geburtsstunde in England. Als Zeitvertreib und zur körperlichen Ertüchtigung war es eine exklusive Beschäftigung für die Gentlemen der Oberschicht. Da Wiesbaden Ende des 19. Jahrhunderts ein Tummelplatz der europäischen High Society war, fand der Sport früh seinen Weg an den Rhein: 1888 wurde der erste Club gegründet, 1891 in der Uferstraße 1 das erste Bootshaus errichtete. Zu den regelmäßigen Besuchern der Rhein-Regatta zählte Kaiser Wilhelm II, für dessen bequeme Anreise die Fluss-Pioniere eigens die Regattastraße angelegt haben.

Mit den royalen Visiten war es nach dem 1. Weltkrieg vorbei, gleichzeitig öffnete sich der Sport für Frauen und alle Bevölkerungsschichten. Dass trotz großen Zulaufs eine gewisse Exklusivität erhalten blieb, zeigt sich am repräsentativen Bootshaus der „RWB“, das 1924/25 mit Unterstützung der Biebricher Industriellenfamilien Dyckerhoff und Kalle erbaut wurde.

Rudern ist ein Sport der von Kindern ab ca. zehn Jahren bis ins hohe Alter betrieben werden kann. Das Bootshaus hat den Rang eines Kulturdenkmals und pflegt lebendig den 1924 in der Vereinszeitschrift beschriebenen Zweck, „der Kräftigung und Ertüchtigung aller Mitglieder, um sie zu einer vernünftigen, gesunden Beschäftigung in ihrer freien Zeit anzuhalten sowie eine gute Geselligkeit zu pflegen und auch der Jugend Gelegenheit zu bieten, guten Verzehr zu finden.“  >> Mehr Infos

 
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